Windows Server 2022 oder 2019 – welche Version lohnt sich? Wir vergleichen Funktionen, Sicherheit, Performance, Virtualisierung und Lizenzierung.
1. Überblick: Evolution der Serverplattformen
Windows Server 2019 ist seit einigen Jahren im Einsatz und gilt als stabile Enterprise-Plattform.
Windows Server 2022 ist der aktuelle Nachfolger mit Fokus auf verbesserte Sicherheit, Cloud-Integration und moderne Infrastruktur-Features.
Beide Versionen unterstützen zentrale Dienste wie Active Directory, DNS, DHCP, Hyper-V und Failover-Clustering.
2. Sicherheitsfeatures – klarer Vorteil für 2022
Windows Server 2019
✔ Secure Boot
✔ Windows Defender System Guard
✔ Schutz vor Firmware-Angriffen
Windows Server 2022
✔ Alle 2019 Sicherheitsfunktionen
✔ Secured-core Server – Hardware-basierte Sicherheitsmaßnahmen
✔ TLS 1.3 als Standard
✔ Verbesserte SMB-Encryption
Fazit:
Windows Server 2022 verfügt über deutlich verbesserte Sicherheitsmechanismen, insbesondere im Bereich Hardware-Security und modernem Netzwerk-Schutz.
3. Performance & Skalierbarkeit
| Bereich | Windows Server 2019 | Windows Server 2022 |
|---|---|---|
| Max. RAM & CPU-Skalierung | Hoch | Hoch |
| Netzwerkleistung | Standard | Verbesserte TCP-HyStart++ & RACK Unterstützung |
| Storage-Leistung | Standard | Verbesserte Storage-Performance & Durchsatz |
Windows Server 2022 bietet spürbare Optimierungen in Netzwerk- und Storage-Performance, ohne die bewährte Grundlage von 2019 zu verlieren.
4. Hybrid- und Cloud-Integration
Windows Server 2022 wurde für die nahtlose Integration mit Azure entwickelt:
✔ Azure Arc Verwaltung
✔ Azure Automanage
✔ Hybrid-Backups
✔ Schnelle VM-Provisionierung in Azure
Windows Server 2019 unterstützt hybride Szenarien, aber 2022 ist hier klar performanter und zukunftssicherer.
5. Container- und Virtualisierungs-Funktionen
Beide unterstützen:
-
Hyper-V
-
Windows-Container
-
Kubernetes-Integration
Windows Server 2022 Vorteile:
✔ Verbesserte Container-Netzwerk-Performance
✔ Azure-optimierte Images
✔ Verbesserte Kubernetes-Kompatibilität
✔ Windows Server Containers ohne Hyper-V Isolation möglich (je nach Szenario)
Wenn dein Fokus auf Container-Workloads oder Hybrid-Cloud-Deployments liegt, ist Server 2022 die bessere Wahl.
6. Storage-Features
| Feature | 2019 | 2022 |
|---|---|---|
| Storage Spaces Direct | ✔ | ✔ (weiter verbessert) |
| ReFS (Resilient File System) | ✔ | ✔ |
| SMB Direct | ✔ | ✔ |
| Performance-Optimierungen | Standard | Verbesserte Durchsatz-Optimierungen |
Server 2022 bietet effizientere Storage-Pipelines und modernere Durchsatz-Performance.
7. Lizenzierung & Editionen
Beide Versionen nutzen das klassische Core-basierte Lizenzmodell:
-
Standard Edition → grundlegende Virtualisierungsfeatures
-
Datacenter Edition → unbegrenzte Virtualisierung, SDN, Storage Spaces Direct
-
Essentials (kleinere Umgebungen)
Die Lizenzstruktur ist konsistent, aber Server 2022 setzt stärker auf Core-Lizenzierung mit größerer Skalierbarkeit.
8. Einsatzszenarien im Vergleich
Windows Server 2019
Ideal für:
-
Klassische On-Premise-Workloads
-
Kleine bis mittlere Unternehmen
-
Stabile Infrastruktur ohne Cloud-Fokus
-
Exchange, Datei/Print, AD DS
Windows Server 2022
Empfohlen für:
-
Hybrid-Cloud-Strategien
-
Moderne Sicherheitsanforderungen
-
Container- und Microservice-Workloads
-
Leistungsintensive Virtualisierungs-Umgebungen
9. Upgrade-Strategie
Wenn du bereits Windows Server 2019 nutzt, hängt der Upgrade-Nutzen von deiner Infrastruktur ab:
Upgrade lohnt sich, wenn:
✔ Du Azure-Hybrid-Features nutzen willst
✔ Du maximale Sicherheit brauchst
✔ Deine Workloads auf moderne Netzwerk-/Container-Stacks angewiesen sind
Upgrade kann warten, wenn:
✔ Du eine statische, lokale Umgebung ohne Cloud-Bedarf hast
✔ Du Stabilität über neue Features stellst
10. Kurzfazit
| Kategorie | Windows Server 2019 | Windows Server 2022 |
|---|---|---|
| Sicherheit | ✔ Stark | ⭐⭐ Sehr stark |
| Performance | ✔ Stabil | ⭐⭐ Verbesserte Leistung |
| Hybrid-Cloud | ⚪ Grundlegend | ⭐⭐ Voll integriert |
| Virtualisierung | ✔ | ⭐⭐ Erweitert |
| Zukunftssicherheit | Mittel | Hoch |
📌 Server 2022 ist die zukunftssichere Wahl – insbesondere bei Cloud- oder modernen Infrastruktur-Anforderungen.
📌 Server 2019 bleibt eine solide Option für klassische On-Premise-Umgebungen ohne Cloud-Ambitionen.
11. Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich Windows Server 2019 direkt auf 2022 upgraden?
Ja – ein direktes In-Place-Upgrade ist möglich, wenn die Hardwareanforderungen erfüllt sind und kein Inkompatibilitätskonflikt vorliegt.
Brauche ich für virtuelle Server mehr Lizenzen in 2022?
Die Lizenzierung bleibt core-basiert; die Anzahl der benötigten Lizenzen hängt von den CPU-Kernen ab.
Welche Edition lohnt sich bei Virtualisierung?
Für umfangreiche Virtualisierung ist Datacenter Edition meist wirtschaftlicher.


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